DIGITALISIERUNG
ZUM
ANFASSEN

Otto’s vernetzte Bolzenfabrik – Digitalisierte Geschäftsprozesse

Digitalisiere Geschäftsprozesse in Otto’s vernetzter Bolzenfabrik.

Viele Unternehmen planen ihre Geschäftsprozesse entlang der Wertschöpfung zu digitalisieren. Eine Möglichkeit besteht in der Vernetzung eines ERP-Anwendungssystems sowohl zur Fertigung als auch zur Kundschaft. Zusätzlich können durch die Anbindung von IoT-Devices an ein vorhandenes Anwendungssystem und mit Generierung von E-Rechnungen messbare Mehrwerte erzeugt werden.

Der Demonstrator „Otto’s vernetzte Bolzenfabrik“ simuliert einen typischen mehrstufigen Fertigungsprozess, inklusive Hochregallager, Transport, Ofen, Fräse, Qualitätssicherung und Versand. Er ist in den Bereichen IoT und WebShop mobil bzw. zu ERP und Produktionsmonitoring per Online-Zugang ortsunabhängig nutzbar.

Unser Demonstrator zeigt die Bedeutung einer Webshop-ERP-Integration für den Weg zu Industrie 4.0, vom Handy bis zur Fertigung und zurück. Elektronische Belege, wie z.B. Ausgangsrechnungen, können entsprechend neuer europäischer Standards generiert werden. Sie erhalten somit neben den für uns Menschen gedachten bildlichen Informationen einer PDF nun auch durch Computer auslesbare XML-Daten, die einen schnelleren und effektiveren Belegaustausch auch für kleine und mittelständische Geschäftspartnern ermöglicht.

Unser Demonstrator visualisiert augenblicklich Messwerte zu Temperatur und Geräuschen, wodurch außerdem das Überschreiten von Grenzen exakt analysiert werden kann. Parallel gehen sie für Big Data-Analysen in eine mongoDB ein.

Die Konzepte des Demonstrators hinsichtlich Nachvollziehbarkeit und Transparenz kommen an. Das zeigte sich im realisierten Lieferumfang über „kundenspezifische“ Bestellungen von allen Altersgruppen, vom Vorschulkind bis hin zu Oma und Opa. Sie erhielten nach erfolgter Machbarkeitsprüfung eine Auftragsbestätigung und ihre Versandanzeige mit einem Bild der konkret produzierten Bolzen.

Individuelle Fertigung von Bolzen, gesteuert über ein Smartphone.

DAS HAT ES GEKOSTET

Für das Logistik- und Produktionsszenario wurde eine Modellfabrik von fischertechnik mit fünf controllergesteuerten Abschnitten für weniger als 5.000 Euro gekauft. Durch eine Fokussierung auf Open Source-Lösungen entstanden bei der Anschaffung von Anwendungssoftware zu ERP, Webshop und Big Data keine Lizenzkosten. Außerdem werden vorhandene Cloud-Ressourcen für die Inbetriebnahme der ausgewählten odoo Software kostenfrei mitgenutzt. Weitere Kosten wurden zudem vermieden durch den Rückgriff auf vorhandene Installationspakete des ERP-Systems für die Erzeugung von E-Rechnungen und durch die Nutzung eines ausgedienten Standard-Android-Smartphones. Für die Anschaffung von IoT-Sensoren, eines Arduino und eines Raspberry Pi Zero mit Display entstanden Kosten von ein einigen Zig-Euro bis wenigen Hundert Euro.

Konzipierung, Entwicklung, Anpassung und Erprobung der Software des Demonstrators für die erste Ausbaustufe wurden in etwa 4 Projektmonaten realisiert.

DAS WÜRDEN WIR NIE WIEDER MACHEN

Aufgrund der anfänglichen Nutzung eines Raspberry Pi mit einem Standardpasswort im Internet, wurde das Gerät bereits in der ersten Nacht im Online-Betrieb gehackt! Das war uns eine Lehre: Künftig werden alle Geräte nur noch nach realisierten Sicherheitsmaßnahmen ins Netz gestellt, was wir all unseren Besucher*innen mitgeben wollen.

WAS LEISTET UNSER DEMONSTRATOR?

„Otto’s vernetzte Bolzenfabrik“ macht die Fertigung auch im „Büro“ transparent und das ERP in der Fertigung. Der Bearbeitungsstand eines Fertigungsauftrags wird z.B. in einem Geschäftsprozess-Diagramm grafisch visualisiert und mit Ist-Zeiten angereichert. Eine Fertigungsstörung kann einen ERP-Workflow für eine schnelle Reaktion der Instandhaltung auslösen.

Per RFID-Chip wird die Versandpalette mit Daten des Kundenauftrags automatisch „beschriftet“.

Dank der Webshop-ERP-Integration können Kund*innen ihren individuellen Bedarf strukturiert selbst vorgeben. Aus dem Realisierungsprozess werden Kund*innen aktiv zeitnah informiert, z.B. im Ergebnis einer Machbarkeitsprüfung und nach Bereitstellung der produzierten Bolzen auf der Versandpalette.

Der Demonstrator zeigt, wie durch einen Temperatur- und Geräusch-Sensor sowohl Mitarbeitende als auch Maschinen bei Anomalien eines Safety-Szenarios geschützt werden. Er verdeutlicht am Beispiel der E-Rechnung mit XML-Daten das Potenzial eines E-Belegaustausches für KMU.

  • ANSPRECHPARTNER

Peter Schreiber

Peter Schreiber

Digitale Geschäftsmodelle
Matthias Pohl

Matthias Pohl

Digitale Geschäftsmodelle

  • KONTAKT

    Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Magdeburg “vernetzt wachsen”
    c/o Otto-von-Guericke Universität
    Fakultät für Informatik | VLBA Lab | Gebäude 58
    Universitätsplatz 12
    39106 Magdeburg

  • Branche & potenzieller Einsatzbereich

    Vertrieb, Produktion, Logistik und Qualitätskontrolle

.