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Innovation in 12 Stunden – Wie in einem Hackathon innovative IT-Lösungen geschaffen werden

Dieser Titel klingt schon ein wenig illusionär, wenn man dagegen jüngste Pressemitteilungen sieht. So wurde im Jahr 2017 die Entwicklung einer Software für die Arbeitsagenturen nach etlichen Verzögerungen und viel zu hohen Kosten abgebrochen [1]. Solch fehlgeleitete Projekte sind zumeist auf Missverständnisse zwischen dem eigentlichen Endanwender einer Software und dem IT-Dienstleister zurückzuführen. Wie Sie solchen Problemen vorbeugen können, zeigen wir im Rahmen unseres Vortrages “Hilfe – Mein IT-Dienstleister spricht nur Latein”.

Das Zauberwort hier lautet, Agiles Projektmanagement. Dies fokussiert auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Endanwendern und Entwicklern bei Entwicklung der Software, um 1.) gegenseitiges Verständnis für die zu lösenden Probleme aufzubauen und 2.) eventuelle Fehltendenzen, wie die Entwicklung nicht notwendiger Funktionalitäten oder zu hohen Kosten entgegenzuwirken. Sie wollen mehr zum Thema Agiles Projektmanagement erfahren? Dann besuchen Sie doch unseren Workshop zum Thema “Agiles Projektmanagement”.

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Einen Beweis für bessere und schnellere Entwicklung als im Fall der Arbeitsagenturen zeigen wir mit dem sogenannten Hackathon. Ein Hackathon ist ein Entwicklerwettbewerb indem es darum geht innerhalb kurzer Zeit – wie bei einem Marathon – ein neues Produkt zu “hacken”. Der Begriff “Hacken” ist hierbei entgegen der oft negativen Verwendung als der kreative Prozess zu verstehen, der mittels digitaler Technologien Lösungen für aktuelle Probleme findet.

Im Rahmen unserer bisher zweimaligen Durchführung des Hackathons im Rahmen der Magdeburger Developer Days [2] konnten wir Entwicklerteams verschiedener Alters- und Erfahrungsstufen gewinnen. Ziel dieser Hackathons war es möglichst innovative Lösungen für die Probleme des Mittelstandes zu finden.

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Ein Beispiel einer solchen Lösung aus dem letzten Jahr ist dabei ein Planungssystem für kleine Handwerkerbetriebe. Mittels dieses Systems können Disponenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Fahrzeugen zuordnen und Aufträge an diese vergeben. Die Handwerker können dann über ein mobiles Endgerät den aktuellen Stand auf der Baustelle in Echtzeit durchgeben und neue Aufträge entgegennehmen.

Das Gewinner-Team des ersten Jahres mit dem Projekt „SmartGrid@Home“ haben eine Lösung entwickelt, mit der regenerative Energien besser verwendet werden können. Die Grundidee ist, dass regenerative Energien meistens dann produziert werden, während wir nicht zu Hause sind. Beispielsweise würde eine Photovoltaikanlage nur tagsüber bei Sonnenschein Strom produzieren, während der Hausbesitzer gerade auf der Arbeit ist. Um jetzt große und teure Energiespeicher zu vermeiden entwickelte dieses Team einen Prototyp der sogenannte zeitunabhängige Verbraucher nutzt. Diese Verbraucher z.B. eine Waschmaschine könnten genau dann eingeschaltet werden, wenn meine Photovoltaikanlage Strom produziert. Der Prototyp hat dabei die aktuelle Stromproduktion überwacht und gezielt solche Verbraucher gestartet. Als weitere Ideen hatte das Team vorgeschlagen Daten der Wettervorhersage zu nutzen, um den Betrieb der Verbraucher zu planen. Übertragen auf Ihr Unternehmen könnten Sie dieses System nutzen, um den Energieverbrauch und die Verwendung von regenerativen Energien zu optimieren.

Im zweiten Jahr setzte sich das Projekt „DeepBarber“ durch. Das Team entwickelte eine künstliche Intelligenz, um Vorhersagen von Kundenbesuchen für einen Friseursalon zu machen. Damit kann beispielsweise eine effektivere Personalplanung durchgeführt werden, um beispielsweise Engpässe während des Betriebes zu vermeiden.

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Sie interessieren sich mehr für den Hackathon oder haben eigene Problemstellungen, für die im Rahmen des Hackathons eine Lösung entwickelt werden könnte? Dann zögern Sie nicht uns oder einen unserer Partner des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Magdeburg anzusprechen.

  • ANSPRECHPARTNER

Sebastian Nielebock

Sebastian Nielebock

Frank Ortmeier

Frank Ortmeier

  • KONTAKT

    Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Magdeburg “vernetzt wachsen”
    c/o Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
    Universitätsplatz 2
    39106 Magdeburg

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